Pre-Copy
- Speicher kopieren
- Änderungen übertragen
- Freeze & Restore
Speicherseiten werden vor dem finalen Stopp übertragen. Neue Änderungen erzeugen weitere Runden. Eine hohe Dirty-Rate kann den Fortschritt begrenzen.
Forschung / Container-Live-Migration
Laufende Linux-Container zwischen Hosts verschieben – mit erhaltenem Prozesszustand und möglichst geringer Unterbrechung. Untersucht werden CRIU, Netzwerkübergänge und die Verfügbarkeit aus Sicht externer Clients.
01 / TOPOLOGY
Der Versuchsaufbau trennt Quellhost, Zielhost und Monitoring. So wird der Übergang unabhängig vom migrierten Dienst erfasst.
Netzwerk- und Steuerungsebene
Der Monitor steuert beide Hosts über SSH. Quelle und Ziel greifen auf den gemeinsamen Checkpoint-Speicher zu.
Der Quellhost erzeugt Checkpoints, der Zielhost stellt den Zustand wieder her. Gemeinsamer Speicher hält Checkpoint-Dateien und Laufartefakte. Der Monitor orchestriert über SSH und misst TCP- sowie HTTP-Erreichbarkeit.
CRIU-Zustand, virtuelle IP, ARP-Aktualisierung und Weiterleitung müssen zusammenpassen. Ein erfolgreicher Restore allein belegt deshalb noch keinen nahtlosen Dienstübergang.
02 / METHODS
Pre-Copy und Post-Copy verschieben den Zeitpunkt des Speichertransfers. Damit ändern sich Pause, Nachladeverhalten und Fehlerabhängigkeiten.
Speicherseiten werden vor dem finalen Stopp übertragen. Neue Änderungen erzeugen weitere Runden. Eine hohe Dirty-Rate kann den Fortschritt begrenzen.
Nach einem minimalen Zustandstransfer läuft der Prozess am Ziel weiter. Fehlende Seiten werden bei Bedarf nachgeladen. Page Faults und die Verbindung zum Quellhost beeinflussen die Antwortzeit.
03 / MODEL
Während eine Speichermenge übertragen wird, verändert die Anwendung weitere Seiten. Das Verhältnis von Dirty-Rate zu Bandbreite entscheidet im Modell über die Konvergenz.
Speicher: 1.024 MiB. Stopp bei höchstens 16 MiB Restmenge oder nach sechs Kopierrunden.
Gedankenexperiment mit konstanten Raten. Kein Benchmark und keine Vorhersage der tatsächlichen Ausfallzeit.
Restmenge je Kopierrunde
MiB
r/B = 0,125. Nach 2 Runden: 16 MiB Restmenge. Finaler Speichertransfer: etwa 31,3 ms.
Prozesszustand, Netzwerkumschaltung, Protokolloverhead und Restore kommen in einem realen System hinzu.
04 / MEASUREMENT
Prozesspause, TCP-Verbindung und HTTP-Antwort sind unterschiedliche Beobachtungen. Die Auswertung hält diese Ebenen getrennt.
Zwei Messpunkte. Unterschiedliche Aussagen.
02Leerlauf, CPU-Last, parallele HTTP-Anfragen sowie Uploads, Downloads und Streams setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Wiederholungen und Verteilungen zeigen Streuung und seltene Ausreißer. Median, Quantile und Rohdaten ergänzen sich.
Probe-Intervalle und Timeouts begrenzen die zeitliche Auflösung. Ein gemessener Nullwert beweist keine durchgehend unterbrechungsfreie Anwendung.
Werkzeug & Forschung
Die Forschungsumgebung enthält Migrationsskripte, Lastszenarien, Monitoring und Auswertung. CLM wird separat als Werkzeug zur Orchestrierung von Migrationen weiterentwickelt.